Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Bremen e. V.

Rücksichtsvoll miteinander auf gemeinsamen Wegen

In Grünanlagen ist Radfahren grundsätzlich erlaubt - und das ist auch richtig. Erlaubt bedeutet aber auch, dass auf geteilten Wegen mit Spaziergänger:innen und spielenden Kindern gegenseitige Rücksichtnahme geboten ist.

„Daher appellieren wir hier an alle Radfahrenden: Nehmt Rücksicht auf gemeinsamen Wegen!“, kommentiert Sven Eckert, Geschäftsführer ADFC Bremen die „Waller Petition für getrennte Wege“. „Erfreulicherweise entdecken immer mehr Menschen das Rad als gesundes und klimafreundliches Alltagsverkehrsmittel für sich. Aber unsere Straßen sind auf den wachsenden Radverkehr überhaupt nicht eingestellt, gute Radwege fehlen überall. Was wir vorfinden, ist ein verwirrendes und teils gefährliches Flickwerk an Lösungen., deswegen weichen Radfahrende auf Fußwege und in Grünanlagen aus, weil sie sich auf der Fahrbahn auf Tuchfühlung mit schnellen Autos, Bussen und LKW nicht sicher fühlen.“, führt er weiter aus.

Appell für mehr Sicherheit

Darum geht ein weiterer Appell des ADFC Bremen an die Städte Bremen und Bremerhaven beim Ausbau sicherer Radwege mehr Tempo zu machen. Denn wichtig ist es, die Ursache zu beseitigen und nicht ein Symptom zu fokussieren!

Zahlreiche (Beinah-)Unfälle passieren auch dadurch, dass Zufußgehende Radwege oder Fahrbahnen betreten, ohne sich umzuschauen. Oft genug, weil Radwege direkt neben den Gehwegen liegen und weder sicht- noch fühlbar voneinander getrennt sind. Immer wieder gibt es Ausreden, warum man angeblich keinen Radweg anlegen oder eine verkehrsberuhigte Zone einrichten kann. Dabei gibt es immer Möglichkeiten, wenn man den Radverkehr ernst nimmt - der ADFC berät hier gerne! Es gehört aber auch politischer Mut dazu, denn man muss auf der Fahrbahn oder auf umgewidmeten Parkplätzen geschützten Raum für den Radverkehr schaffen. Diese eigene, fehlerverzeihende und - für alle Verkehrsteilnehmenden - selbsterklärende Infrastruktur schützt dann alle vor Unfällen: die Radfahrenden, aber auch die Fußgänger:innen und Autofahrenden.

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