Der Bau der Fernwärmetrasse erforderte eine Teilsperrung der H.-H.-Meier-Allee. Positiv überraschend schilderte das ASV die verbleibende Fahrbahnseite als Fahrradstraße aus. © ADFC Bremen

H.-H.-Meier-Allee – Innovative Radverkehrsförderung sieht anders aus

Die vom Amt für Straßen und Verkehr (ASV) vorgestellte Umgestaltung der H.-H.-Meier-Allee zur Fahrradstraße, die nun auch vom Beirat Schwachhausen akzeptiert wurde, stellt aus Sicht des ADFC keine Verbesserung für Radfahrende dar.

Anstelle der vor der Baustelle für die Fernwärmetrasse bestehenden breiten Schutzstreifen mit seitlichem Abstand zu den parkenden Autos sollen die Radfahrenden nun auf einer rot eingefärbten Fahrbahn gemeinsam mit den Autos im Mischverkehr fahren. Verbesserungen für den Radverkehr hinsichtlich Sicherheit, Komfort und Geschwindigkeit sind bei dieser Planung nicht ersichtlich: Innovative Radverkehrsförderung sieht anders aus.

Es fehlt der Mut

Der ADFC zeigt sich enttäuscht, dass nicht die von vielen Radfahrer:innen, dem Beirat und dem ADFC favorisierte Variante umgesetzt wird, die ähnlich wie bei der jetzigen Baustellenführung, den Radverkehr in beiden Richtungen auf der östlichen Seite der H.-H.-Meier-Allee ermöglicht. „Wieder einmal zeigt Bremen, dass der Mut für innovative Lösungen fehlt, sondern versucht wird den Autoverkehr so wenig wie möglich einzuschränken.“, fasst Sven Eckert, Geschäftsführer des ADFC Bremen, zusammen.

Die Straße wird rot

„Die Straße wird rot, aber selbst im Vergleich zum Schutzstreifen früher, haben Radfahrende eben keinen geschützten Raum mehr“, so Eckert. Die Gefahren durch Dooring-Unfälle und das „Parken in zweiter Reihe“ ähnlich wie in der Wachmannstraße steigen. „Eine Fahrradstraße mit unbeschränktem Autoverkehr ist keine Fahrradstraße. Die vom ASV vorgestellte Lösung stellt eine inakzeptable Verschlechterung für den Radverkehr dar.“, merkt Eckert dazu an.

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