„Auch wenn du Recht hast, #fahrrunter“

 

Die gemeinsame Kampagne der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, des ADAC und des ADFC für mehr Freundlichkeit im Straßenverkehr.

 

Straßenverkehr kann aufregen. Aber muss man deshalb gleich ausrasten? Immer mehr Menschen im Auto oder auf dem Fahrrad verlieren die Kontrolle über sich und reagieren sofort mit beleidigenden Sprüchen oder sogar körperlicher Aggression. Laut, verletzend und deutlich unter der Gürtellinie: So hört und fühlt er sich an, der Alltag auf Bremens Straßen.

Dass es auch anders gehen kann, möchten jetzt das Bremer Mobilitätsressort und zwei Verkehrsclubs aus Bremen beweisen. ADAC und ADFC haben deshalb Hand in Hand mit dem Senatsressort von Bürgermeisterin Maike Schaefer die Kampagne #fahrrunter auf die Straße gebracht.

Starke Motive für ein entspanntes Miteinander

Die #fahrrunter-Kampagne greift die aktuelle Atmosphäre im Straßenverkehr mit typischen Beispielen zwischen Auto- und Fahrradfahrenden auf. Die Motive, die unter anderem auf Großflächenplakaten, Zeitungsanzeigen und im Internet veröffentlicht werden, arbeiten bewusst mit harten Sprüchen und Schimpfwörtern, um die Realität nicht zu verfälschen. Dargestellt werden Verkehrssituationen, in denen häufig vorkommende Verfehlungen verbale (Fehl-)Reaktionen provozieren - teilweise unabsichtlich, teilweise situationsbedingt. Jeder "Aufreger" mündet in die Aufforderung: Auch, wenn du Recht hast - #fahrrunter. Auf diese Weise möchte die Kampagne dazu beitragen, das gegenseitige Verständnis zu stärken und ein entspanntes Miteinander im Straßenverkehr zu fördern.

Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, verweist darauf, dass die Plakataktion absichtlich sehr nahe an der Realität spielt: "Wir haben bewusst Schimpfworte gewählt, die so und noch viel krasser auch im täglichen Miteinander im Straßenverkehr fallen. Das erzeugt eine Grundaggressivität, die der Verkehrssicherheit komplett entgegensteht. Dem wollen wir entgegenwirken und den mitunter etwas überreagierenden Mitmenschen einen Spiegel vorhalten."

Thomas Burkhardt, Vorsitzender des ADAC Weser-Ems, weist in diesem Zusammenhang auf einen weiteren wichtigen Punkt hin: "Nur die wenigsten Menschen bewegen sich ausschließlich mit dem Auto oder dem Fahrrad. Die allermeisten von uns nutzen beide Verkehrsmittel und sind außerdem zu Fuß unterwegs. So gesehen bedeutet Verständnis für andere immer auch Verständnis für die Rolle, in der wir uns selbst immer wieder einmal bewegen."

Bonnie Fenton, Vorstandsvorsitzende des ADFC Bremen, ergänzt: "Im täglichen Verkehr sind Konflikte zwischen Auto und Rad besonders häufig zu beobachten. Wenn wir alle ein gutes Stück "runterfahren" und nicht gleich ausrasten, gewinnen alle."

 

Die Bremer Kampagne für mehr Freundlichkeit im Straßenverkehr

Zur Website #fahrrunter

 

Im Spätsommer 2020 geht die Kampagne in die zweite Runde. Unter dem Motto "Mach´s richtig, bleib freundlich #fahrrunter" zeigen die neuen Motive, wie ein rücksichtsvolles und entspanntes Miteinander funktioniert.

Die #fahrrunter-Kampagne, die das Bremer Mobilitätsressort im Frühjahr 2020 zusammen mit dem ADAC und dem ADFC ins Leben gerufen hat, ist im Frühjahr 2020 auf große Resonanz gestoßen. Zahlreiche E-Mails und Reaktionen in den sozialen Medien aus der Bevölkerung haben gezeigt, wie intensiv das Thema die Menschen bewegt.

Jetzt wird´s freundlich


Mit den "Aufreger"-Motiven der ersten Kampagnenrunde wurden Beispiele für die negative Seite des Verkehrsalltags in den Fokus gestellt: Typische Verfehlungen von Auto- und Radfahrenden gegen die Straßenverkehrsordnung, auf die von beiden Seiten immer wieder mit heftigen Beleidigungen und Aggressionen reagiert wird. Die krassen Sprüche, die auf den Großflächenplakaten, in den Anzeigen und im Internet zu sehen waren, sollten ganz bewusst für diese Situation sensibilisieren.

Doch es geht eben auch ganz anders. Wie ein rücksichtsvolles und entspanntes Miteinander zwischen Auto- und Radfahrenden funktioniert, zeigt deshalb jetzt die zweite Runde der Kampagne. "Mach´s richtig, bleib freundlich #fahrrunter" lautet das aktuelle Motto. Auch dieses Mal sind die Motive wieder auf Großflächenplakaten, in Anzeigen und im Internet unter www.fahrrunter.de zu sehen, sowie auf Facebook, Twitter und Instagram unter #fahrrunter.

Positivbeispiele für ein respektvolles und entspanntes Miteinander


Die sechs neuen Motive greifen erneut typische Fallbeispiele aus dem Straßenverkehr mit Auto und Radfahrenden auf. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass dieses Mal das korrekte Verhalten im Sinne der Straßenverkehrsordnung und freundliche Dialoge im Mittelpunkt stehen. Positivbeispiele also, die zum Ausdruck bringen, wieviel entspannter wir unterwegs wären, wenn deutlich mehr Menschen das beherzigen und sich mit eben soviel Rücksichtnahme und Freundlichkeit begegnen würden.

#fahrrunter - eine Bremer Initiative


Die Fortsetzung der Kampagne läuft wie bisher als gemeinsame Initiative des ADAC Weser-Ems (mit Hauptsitz Bremen), ADFC Bremen und der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Die kreative Konzeption und Realisierung der Kampagne erfolgt durch id werk, Agentur für Werbung & Corporate Design, Bremen.

Mehr Informationen und sämtliche Motive der Kampagne gibt es auf www.fahrrunter.de, sowie auf Facebook, Twitter und Instagram unter #fahrrunter.

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https://bremen.adfc.de/artikel/fahr-runter

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Gibt der ADFC Bremen einen Newsletter heraus?

    Circa einmal im Monat informiert der ADFC Bremen mit seinem Newsletter über vergangene Events, aktuelle Projekte und anstehende Termine. Hier erfährst du alles über unsere Aktivitäten und bist frühzeitig informiert!

    Unter folgendem Link kannst du dich für den ADFC Newsletter anmelden

     

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  • Wie erreiche ich den ADFC Bremen?

    Geschäftsstelle des ADFC Landesverband Bremen e.V.
    Bahnhofsplatz 14 a (über der Radstation, Zugang von Gleis 1)
    28195 Bremen

    Telefon: +49 421 51 77 88 20
    Fax:
    E-Mail: info@adfc-bremen.de

     

    Erreichbarkeit
    Während der Corona-Aktivitäten ist die Geschäftsstelle nur eingeschränkt erreichbar. Anrufe können deswegen nicht immer persönlich entgegen genommen werden. Nachrichten auf dem Anrufbeantworter sind sehr willkommen und werden (werk)täglich abgehört und beantwortet.
    Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Adresse.

    Persönliche Termine sind nach Absprache möglich.

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  • Gibt der ADFC mir Tipps für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir dir die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennst du auf einen Blick mit welcher Güte du bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen kannst.

    Für (Tages-)Touren im Land Bremen und Umgebung hat der ADFC Bremen gemeinsam mit dem Weser-Kurier das Heft "Rad+Tour" herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

    Unser ADFC Info-Team berät dich bei Veranstaltungen persönlich zu Radrouten und Reisetipps.

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  • Codiert der ADFC mein Fahrrad?

    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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