
Gedenken an eine verstorbene Radfahrerin: Ghostbike mahnt in Walle
Das Ghostbike erinnert an den traurigen Tod einer 73-jährigen Radfahrerin, die am 08. Mai von einem 49-Jährigen LKW-Fahrer beim Rechtsabbiegen überfahren wurde. Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freund:innen.
Jedes Mal, wenn in Bremen ein:e Radfahrer:in im Straßenverkehr getötet wird, stellen wir an der Unfallstelle ein weiß lackiertes Ghostbike auf. Es dient als Mahnmal und Gedenkstätte. Das Ghostbike in der Utbremer Straße, Ecke St. Magnus-Straße ist bereits das zweite Ghostbike 2026. Das erste mahnt seit April in der Duckwitzstraße.
Bereits am 05. Mai wurde ein 87-jähriger Radfahrer in Hemelingen von einem LKW-Fahrer angefahren und schwer verletzt. Gerade bei Unfällen mit LKW ist die Sorgfaltspflicht der professionellen Fahrer:innen von zentraler Bedeutung. Die technische Ausstattung moderner LKW – etwa Frontspiegel und Assistenzsysteme – ermöglicht eine lückenlose Rundumsicht und kann den sogenannten „toten Winkel” praktisch ausschließen. Die Nutzung dieser Hilfsmittel ist nicht optional, sondern Teil der Verantwortung, die mit dem Führen eines solchen Fahrzeugs einhergeht.
Vision Zero
Wir wünschen uns, dass in Bremen jede:r unbeschadet und sicher sein Ziel erreicht, egal ob zu Fuß, per Fahrrad, mit dem Bus oder Auto. Dazu braucht es eine fehlerverzeihende Infrastruktur und Tempo 30 innerorts. Bei der Verkehrssicherheit ist es ratsam, sich an den erfolgreichen Maßnahmen skandinavischer Großstädte zu orientieren. Schon zwei Ghostbikes hat der ADFC in diesem Jahr als Erinnerung und Mahnung für tödlich verunglückte Radfahrerer:innen in Bremen aufstellen müssen. Deswegen das Ziel „Vision Zero“: Keine Toten und keine Schwerverletzten mehr im Verkehr!









