Kerstin Rummer-Löns war die erste Klinikmitarbeiterin, die ein Pedder Pflegerad zur Arbeit fuhr. © ADFC Bremen

CO2-freie Versorgung mit „Pedder - Freies Pflegerad Bremen "

 

Zur Pedder-Flotte gehören neben den Spezialrädern auch vier Pedelecs mit extra Transportbox. Sie stehen ambulanten Pflegediensten zum kostenfreien Ausleihen zur Verfügung.

 

Viele kurze Strecken, die ambulante Pflegedienste, Assistenzangebote und Betreuungsdienste aktuell noch allein im Auto zurücklegen, könnten im Stadtbereich auf das Elektrofahrrad verlagert werden. Staus und Parkplatzsuche auf dem Weg zu den Betreuenden entfallen, gleichzeitig wird ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Um einen Umstieg vom KFZ auf klimafreundliche Fahrräder im Bereich der Dienstfahrten ambulanter Pflegedienste zu fördern, sucht der ADFC Bremen im Rahmen seines Klima-Inklusions-Projektes Teilnehmer*innen, die bereit sind, ihren Dienstwagen probeweise gegen ein Pedelec zu tauschen. Durch das Bereitstellen kostenloser Dienstfahrräder soll das Projekt „Pedder – das kostenfreie Pflegerad für Bremen“ den Umstieg erleichtern.

Nachbarschaftshilfe als Projektstart – Umdenken in Krisenzeiten

Schon Anfang April 2020 standen diese Räder bereit zur Ausleihe – doch dann kam das Corona-Virus.

ADFC-Geschäftsführer Sven Eckert: „Nun hatten ambulante Pflegedienste plötzlich ganz andere Sorgen als sich an einer solchen Teststrecke zu versuchen. Darum haben wir die Teilnehmerakquise zunächst nach hinten verlegt. Damit die Räder trotzdem einen guten Zweck erfüllen, haben wir uns entschieden, sie an Klinikpersonal mit entsprechendem Bedarf auszuleihen.“ So wurde der Projektstart zur Nachbarschaftshilfe.

Warum diese Klinikmitarbeiterin dann mithilfe des ADFC zur Arbeit fuhr

Klinikmitarbeiterin Kerstin Rummer-Löns: „Alle, die in Kliniken arbeiten, müssen gesund bleiben, damit wir den hohen Anstieg an Corona-Patienten bewältigen können. Meine Arbeitswege kann ich zum Teil zurücklegen, indem ich mit Kolleg*innen mitfahre, das klappt jedoch nicht an allen Tagen. Das Pedelec ermöglicht mir eine radikale Veränderung meiner Verkehrswege. Ich kann das erste Mal seit mehreren Jahren wieder längere Strecken zurücklegen, ohne auf Bus oder Bahn angewiesen zu sein. Wegen der Folgen einer Sportverletzung war mir das mit einem gewöhnlichen Fahrrad einfach nicht mehr möglich. Die Ausleihe oder der Kauf eines Pedelecs ging finanziell gerade nicht und so begann ich, in meinem Netzwerk herumzufragen, ob jemand eine Lösung für mein Problem wüsste. Die Anfrage erreichte den ADFC Bremen, der helfen konnte und wollte. Jetzt hatte ich dank der Leihgabe des ADFC Bremen wieder die Möglichkeit, ansteckungsfrei ohne öffentliche Verkehrsmittel zu meinem Arbeitsplatz im Klinikum zu gelangen.“

 

Kostenfreie Pedelecs für Pflegedienste

Wenn Ihre Einrichtung daran interessiert ist, an diesem Projekt teilzunehmen, stellen wir Ihnen gerne ›PEDDER – das kostenfreie Pflegerad für Bremen‹ zur Verfügung. Sprechen Sie uns an: kontakt@pedder-spezialrad.de

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https://bremen.adfc.de/artikel/pedder-pflegerad

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Gibt der ADFC Bremen einen Newsletter heraus?

    Circa alle zwei Monate informiert der ADFC Bremen mit seinem Newsletter über vergangene Events, aktuelle Projekte und anstehende Termine. Hier erfährst du alles über unsere Aktivitäten und bist frühzeitig informiert!

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  • Wie erreiche ich den ADFC Bremen?

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    Bahnhofsplatz 14 a (über der Radstation, Zugang von Gleis 1)
    28195 Bremen

    Telefon: +49 421 51 77 88 20
    Fax:
    E-Mail: info@adfc-bremen.de

     

    Erreichbarkeit
    Während der Corona-Aktivitäten ist die Geschäftsstelle nur eingeschränkt erreichbar. Anrufe können deswegen nicht immer persönlich entgegen genommen werden. Nachrichten auf dem Anrufbeantworter sind sehr willkommen und werden (werk)täglich abgehört und beantwortet.
    Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Adresse.

    Persönliche Termine sind nach Absprache möglich.

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  • Gibt der ADFC mir Tipps für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir dir die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennst du auf einen Blick mit welcher Güte du bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen kannst.

    Für (Tages-)Touren im Land Bremen und Umgebung hat der ADFC Bremen gemeinsam mit dem Weser-Kurier das Heft "Rad+Tour" herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

    Unser ADFC Info-Team berät dich bei Veranstaltungen persönlich zu Radrouten und Reisetipps.

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  • Codiert der ADFC mein Fahrrad?

    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- und AOK-Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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