Wald statt Asphalt - Fahrraddemonstration für die Mobilitätswende - Jetzt!

 

ADFC und BUND fordern die zügige Umsetzung einer sozial- und klimagerechten Mobilitätswende in Bremen!

 

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rufen alle Bremerinnen und Bremer auf, am Samstag, 5. Juni 2021 auf dem Fahrrad für die zeitnahe Umsetzung einer sozial- und klimagerechten Mobilitätswende in ihrer Stadt zu demonstrieren. Dazu gehören unter anderem eine bessere Fahrradinfrastruktur, konsequente Rad- und Fußverkehrsförderung, sowie der Ausbau des ÖPNV-Netzes.

„Der Verkehrssektor gehört zu den größten CO2-Produzenten in Deutschland“, betont Dieter Mazur, Vorsitzender des BUND Bremen. „Wir müssen daher so schnell wie möglich dazu übergehen, dass die Wege des Alltags weitgehend ohne Auto zu bewältigen sind. Im Sinne des Klimavertrags von Paris und der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Klimagesetz fordern wir daher eine schnelle Umsetzung einer Mobilitätswende für Alle – die bestehenden Blockaden in Bremen müssen aufhören.“

Auch Sven Eckert, Geschäftsführer des ADFC in Bremen, fordert eine schnelle Umsetzung und eine konsequentere Förderung des Radfahrens in der Hansestadt: „Seit mittlerweile 40 Jahren fordert der ADFC mehr Unterstützung für den Radverkehr in Bremen. Die Ideen, manchmal auch die Planungen sind da – aber die Umsetzung dauert leider viel zu lange. Wir brauchen in Bremen mehr Platz, mehr Geld und mehr Personal für den Radverkehr, damit auch Kinder und ältere Menschen sicher und bequem Fahrrad fahren können!“

Die Fahrraddemonstration startet am 5. Juni um 13 Uhr am Weserwehr und führt dann über den Osterdeich, Am Wall, über die Stephanibrücke weiter durch die Westerstraße, Langemarkstraße und Martinistraße zum Markt. Die Strecke ist zirka neun Kilometer lang.

ADFC und BUND fordern für einen ausgewogenen Umweltverbund:

  • Tempo 30 innerorts: Immer wieder kommt es zu Unstimmigkeiten aufgrund des sogenannten „Flickenteppichs“ von Tempo-30-Strecken in der Stadt. Vor sozialen Einrichtungen verpflichtend, danach wieder aufgehoben, um vor der nächsten Einrichtung erneut angeordnet zu werden – das versteht kein Mensch. Hier muss Bundesrecht geändert werden, damit Städte die Möglichkeit erhalten, durchgängig Tempo 30 innerorts anzuordnen. Das verhindert dauerndes Beschleunigen und Abbremsen, verringert die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Rad- und Autoverkehr und halbiert den Bremsweg – alles ein großes Plus für Verkehrssicherheit und Umweltschutz!
  • Mehr Platz für Menschen, statt für Blech. ADFC und BUND fordern zusammen mit dem Bremer Bündnis für die Verkehrswende eine bessere und häufigere Kontrolle von Falschparkenden auf Geh- und Radwegen. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass die Schwächsten aller Verkehrsteilnehmenden – Kinder, Eltern mit Kinderwagen, bewegungseingeschränkte Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen – durch Falschparkende gezwungen werden, Umwege zu laufen oder sogar über den Bordstein auf die Fahrbahn auszuweichen. Diese Duldung durch Wegschauen seitens der Innenbehörde muss aufhören. Das ist eine Frage der Barrierefreiheit und der Verkehrssicherheit. Bewohnerparken in den Quartieren kann nur der Anfang sein. Eine Verschärfung des Bußgeldkatalogs muss bundesweit erfolgen.
  • Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur: sowohl stadtteilübergreifend als auch in den Quartieren selbst müssen die Radwege ausgebaut beziehungsweise saniert werden. Dies bedeutet, dass Fahrrad-Premiumrouten und die Sanierung der Radwege in den Stadtteilen kein Widerspruch sind – für die Förderung des Radverkehrs wird beides benötigt! Premiumrouten müssen sicher erreicht werden können.
  • ÖPNV-Ausbau: Für eine Verkehrswende ist ein gut funktionierender ÖPNV wesentlich. Dies umfasst die Taktung, die Fahrzeit und die Kosten des Tickets – und natürlich auch gute und bequeme Umsteigemöglichkeiten. Bei Neu- und Umbauten des Straßenraums muss die Barrierefreiheit oberste Priorität haben und so eine umweltfreundliche Mobilität im ÖPNV, zu Fuß oder auch auf Therapiefahrrädern und mit Rollstühlen ermöglichen. Die Stadt muss dafür sorgen, dass die Wege zur Haltestelle und zwischen den Haltestellen insbesondere für Rollstuhlfahrer*innen, Menschen mit Kinderwagen oder Rollator schnell und einfach zu erreichen sind. Positives Beispiel ist hier die geplante Zusammenlegung der Haltestellen auf der Domsheide.

ADFC und BUND fordern die politisch Verantwortlichen auf, diese Forderungen umzusetzen und damit ein deutliches Zeichen für die Verkehrswende zu setzen.

Hintergrund

Das Bündnis „Wald-Statt-Asphalt“ ist eine bundesweite lose Vernetzung verschiedener Gruppen, Organisationen und Akteur*innen, die sich verabredet haben, am selben Wochenende für die Mobilitätswende auf die Straße zu gehen. Die Aktionen werden dabei jeweils vor Ort geplant und durchgeführt. Uns eint der Wille, für eine soziale und klimagerechte Mobilitätswende und gegen neue Autobahnen aktiv zu werden.

Kontakt ADFC Bremen

Sven Eckert, Geschäftsführer ADFC Bremen

Telefon: 0421 517788-265

E-Mail: sven.eckert [at] adfc-bremen.de

Kontakt BUND Bremen

Martin Rode, Geschäftsführer BUND Bremen

Telefon: 0171 3354500

E-Mail: martin.rode [at] bund-bremen.net

 


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https://bremen.adfc.de/pressemitteilung/wald-statt-asphalt-fahrraddemonstration-fuer-die-mobilitaetswende-jetzt

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Gibt der ADFC Bremen einen Newsletter heraus?

    Circa alle zwei Monate informiert der ADFC Bremen mit seinem Newsletter über vergangene Events, aktuelle Projekte und anstehende Termine. Hier erfährst du alles über unsere Aktivitäten und bist frühzeitig informiert!

    Unter folgendem Link kannst du dich für den ADFC Newsletter anmelden. Mit der Anmeldung stimmst du der Datenschutzerklärung zu.

     

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  • Wie erreiche ich den ADFC Bremen?

    Geschäftsstelle des ADFC Landesverband Bremen e.V.
    Bahnhofsplatz 14 a (über der Radstation, Zugang von Gleis 1)
    28195 Bremen

    Telefon: +49 421 51 77 88 20
    Fax:
    E-Mail: info@adfc-bremen.de

     

    Erreichbarkeit
    Während der Corona-Aktivitäten ist die Geschäftsstelle nur eingeschränkt erreichbar. Anrufe können deswegen nicht immer persönlich entgegen genommen werden. Nachrichten auf dem Anrufbeantworter sind sehr willkommen und werden (werk)täglich abgehört und beantwortet.
    Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Adresse.

    Persönliche Termine sind nach Absprache möglich.

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  • Gibt der ADFC mir Tipps für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir dir die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennst du auf einen Blick mit welcher Güte du bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen kannst.

    Für (Tages-)Touren im Land Bremen und Umgebung hat der ADFC Bremen gemeinsam mit dem Weser-Kurier das Heft "Rad+Tour" herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

    Unser ADFC Info-Team berät dich bei Veranstaltungen persönlich zu Radrouten und Reisetipps.

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  • Codiert der ADFC mein Fahrrad?

    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- und AOK-Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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