Verkehrsversuch Humboldtstraße

 

Mit Spannung erwartet der ADFC die Auswertung des Verkehrsversuchs in der Humboldtstraße. Dort fanden 2021 verschiedene Gestaltungskonzepte für eine Verkehrsberuhigung und Reduzierung des motorisierten Verkehrs statt.

 

Am Donnerstag, den 28. April wird die Auswertung der Evaluation beim Fachausschuss Mobilität und Klima des Beirats Östliche Vorstadt vorgestellt. Natürlich hat der ADFC den dreiphasigen Verkehrsversuch begleitet und das Verkehrsverhalten während der einzelnen Phasen beobachtet. „Wir denken, die Humboldtstraße würde am meisten von der Herausnahme des Autodurchgangsverkehrs durch einen modalen Filter profitieren“, so Sven Eckert, Geschäftsführer des ADFC-Bremen.

Modalfilter – das Mittel der Wahl

Nach Ansicht des ADFC hat die Phase mit Modalfilter den positivsten Effekt auf die Nahmobilität gezeigt. Feststellbar war eine spürbare bis deutliche Verkehrsberuhigung im gesamten Verlauf der Humboldtstraße mit einer angepassten Geschwindigkeit des Autoverkehrs gegenüber dem Radverkehr. „Wir haben zu dieser Phase sehr positive Rückmeldungen von Fahrradfahrer*innen erhalten“, so Eckert.

„Anlieger frei“ nahezu wirkungslos

Der Phase in der lediglich „Anlieger frei“ in der Humboldtstraße angeordnet wurde bescheinigt der ADFC kein gutes Zeugnis. Dieser Versuch hat keine spürbaren positiven Effekte und Veränderungen gezeigt.

Einbahnstraßenregelung

Auch die Einbahnstraßenregelung schneidet in den Augen des ADFC-Bremen weniger gut ab. Zwar bringe auch diese eine spürbare Verbesserung, doch sieht der ADFC hierin ein Zugeständnis an den Autoverkehr, da der Durchgangsverkehr nur in einer Fahrtrichtung unterbunden wird. Auch ist die Einbahnstraßenlösung mit größeren Eingriffen in das Quartier verbunden, da die Fahrtrichtung einzelner Straßen neu geordnet werden müsste. Der ADFC befürchtet, dass dadurch bewusste Falschfahrten entgegen der Fahrtrichtung in Einbahnstraßen gefördert werden.

Hintergrund

Der dreiteilige Verkehrsversuch wurde nötig, da es in der seit 2014 bestehenden Fahrradstraße immer wieder zu Konflikten zwischen den Radfahrenden und dem Kfz-Verkehr kam. Diese betreffen zum Beispiel Drängeln, zu enges Überholen und zu hohe Geschwindigkeiten, gerade an den Baumnasen.

Die Sitzung des Fachausschuss Mobilität und Klima des Beirats Östliche Vorstadt ist öffentlich und wird am 28. April ab 17.30 Uhr als Videokonferenz stattfinden. Die Einwahldaten finden Sie hier.

 


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    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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