Der Mindestabstand ist jetzt endlich auch im Gesetz verankert. © ADFC Bremen

Verkehrsministerkonferenz in Bremen – Gute Ergebnisse für den Radverkehr

 

Ein bitterer Beigeschmack bleibt.

 

Als ständiger Mahner und kritischer Begleiter der Bremer Verkehrspolitik hatte der ADFC Bremen vergangene Woche die Mobilitätssenatorin Dr. Maike Schaefer zu schnellerem und entschlossenerem Handeln für die Verkehrswende aufgefordert. Anlass war die Verkehrsministerkonferenz (VMK) am 15. und 16. April. Dieser Einsatz des ADFC hat sich gelohnt, doch ein bitterer Beigeschmack bleibt.

Der ADFC Bremen e.V. begrüßt die Einigung zum Reformentwurf der Bußgeldkatalog-Verordnung.

ADFC-Landesvorsitzende Bonnie Fenton sagt: "Die absurde Debatte über vermeintlich zu hohe Strafen für überhöhte Geschwindigkeit, für zu geringe Abstände beim Überholen von Radfahrenden durch Autofahrende und auch für das Zuparken von Radwegen hat nach der StVO-Reform ein ganzes Jahr lang unnötig die Sicherheit von Radfahrenden gefährdet. Wir freuen uns, dass es auf der VMK unter dem Vorsitz von Senatorin Maike Schaefer nun zu einer Einigung gekommen ist - nach einem Jahr Hängepartie ein längst überfälliger Schritt."

Der ADFC hat sich stark für die Ende April 2020 in Kraft getretene neue Straßenverkehrs-Ordnung ("Fahrradnovelle") nebst Bußgeldkatalog engagiert und zahlreiche Verbesserungen für den Radverkehr erreicht.

Erstmals wurde ausdrücklich festgelegt, dass Autofahrende beim Überholen von Menschen auf dem Fahrrad mindestens 1,50 Meter Sicherheitsabstand halten müssen. Die Bußgelder für das Zuparken von Radwegen wurden auf bis zu 100 Euro deutlich erhöht, das Halten auf Schutzstreifen wurde ausdrücklich verboten. Auch das Abbiegen und Autotür-Öffnen ohne Schulterblick wurde verteuert. Ein Formfehler verhinderte das Inkrafttreten.

Landesgeschäftsführer Sven Eckert dazu: "Die unwürdige Diskussion über Fahrverbote bei erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen - ich nenne das Rasen - zeigt das immer noch vorherrschende Denken der Verniedlichung und Marginalisierung bei der Gefährdung von Radfahrenden und Fußgänger*innen durch Autofahrende. Es ist gut, dass wir jetzt endlich eine deutlich strengere Regelung im Bußgeldkatalog haben. Wenn wir jedoch sehen, dass wir von einer Novelle gekommen sind, die Fahrverbote vorsah, dann ist dieser fraglose Erfolg mit einem bitteren Beigeschmack versehen. Dennoch sehe ich dieses Ergebnis unter dem Vorsitz der Bremer Mobilitätssenatorin als einen guten Kompromiss an - ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!"

 


https://bremen.adfc.de/pressemitteilung/verkehrsministerkonferenz-in-bremen-gute-ergebnisse-fuer-den-radverkehr

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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    Für (Tages-)Touren im Land Bremen und Umgebung hat der ADFC Bremen gemeinsam mit dem Weser-Kurier das Heft "Rad+Tour" herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

    Unser ADFC Info-Team berät dich bei Veranstaltungen persönlich zu Radrouten und Reisetipps.

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  • Codiert der ADFC mein Fahrrad?

    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- und AOK-Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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