Ergebnisse Ipsos Studie: Radfahren in Deutschland

Studie: Cycling across the World © Ipsos

Neue Studie: 42 % bemängeln Sicherheit für Radfahrende

 

Zum UN-Weltfahrradtag am 3. Juni fordert der ADFC sichere und durchgängige Radwege im ganzen Land.

 

Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Ipsos aus Anlass des UN-Weltfahrradtages zeigt, dass die Bevölkerung rund um den Globus das Radfahren als essenziell für die Erreichung der Klimaziele wahrnimmt. Gleichzeitig gibt es große Unterschiede bei der Bereitschaft zum Fahrradfahren – abhängig davon, als wie sicher es wahrgenommen wird. In den Niederlanden, dem Land mit der weltweit besten Infrastruktur für den Radverkehr, ist die Bereitschaft am höchsten. In Deutschland gibt es enormen Nachholbedarf bei sicherer Fahrradinfrastruktur. 42 Prozent der hier Befragten halten das Radfahren für gefährlich. Der Fahrradclub ADFC fordert durchgängige und sichere Radwege im ganzen Land.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider sagt: „Die Ipsos-Studie bestätigt eindrucksvoll, dass mehr Radverkehr nicht von selbst kommt, sondern nur durch gute Radinfrastruktur, auf der sich die Menschen sicher fühlen. Und da liegt in Deutschland noch einiges im Argen: Fast die Hälfte der Bundesbürger sagt, dass sie das Radfahren zu gefährlich findet. Das ist ein Armutszeugnis – und zeigt, wie viel Potenzial die Politik bei der klimafreundlichen Umgestaltung des Verkehrs verschenkt. Was wir haben, sind chaotische und kaputte Rumpelradwege oder den Zwang, dass Radfahrende sich die Fahrbahn mit dem schnellen Auto- und LKW-Verkehr teilen müssen. Was wir brauchen, sind durchgängige und sichere Radwegenetze in allen Städten und Dörfern, die Menschen jeden Alters förmlich dazu einladen, das Rad anstelle des Autos zu benutzen. Damit Kommunen die notwendigen Spielräume zur fahrradfreundlichen Umgestaltung der Straßen bekommen, brauchen wir eine große Reform des Straßenverkehrs­gesetzes – dafür muss Minister Wissing noch in diesem Jahr mutige Vorschläge liefern.“

Je sicherer die Infrastruktur, desto häufiger wird das Rad genutzt

Laut Studie sind drei Viertel aller Deutschen der Ansicht, dass dem Fahrrad eine wichtige Rolle bei der Reduzierung des Verkehrsaufkommens und der Treibhausgase zukommt. Trotzdem nutzen sie selbst auf kurzen Strecken unter zwei Kilometer viel häufiger das Auto. Wohl auch, weil 42 Prozent der Befragten das Radfahren für zu gefährlich halten. Ganz anders in den Niederlanden: Dort haben nur 14 Prozent Sicherheitsbedenken beim Radfahren. Auf kurzen Strecken ist das Fahrrad dort das mit Abstand am häufigsten genutzte Verkehrsmittel. Den Zusammenhang zwischen als sicher wahrgenommener Infrastruktur und der Häufigkeit der Fahrradnutzung konnte die Ipsos-Studie jetzt weltweit nachweisen. Schneider: „Die Menschen fahren wenig Fahrrad und viel Auto, weil sie Angst vor den schnellen und dominanten Autos haben. Diesen Teufelskreis müssen wir durchbrechen – durch gute und sichere Radwege flächendeckend im ganzen Land.“      

Hinweis an Redaktionen: Themenfotos finden Sie im blauen Medienkasten. Die Ipsos-Studie, ein ausführlicher Bericht sowie eine Pressemitteilung mit Infografiken gibt es auf den Seiten des Unternehmens.

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

Downloads

Radfahrerin auf ungeschütztem Radfahrstreifen

Bedrohliche Nähe auf ungeschützer Radspur

Copyright: ADFC / Krone

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Radfahrer zwischen Autos ohne eigenen Radweg

Radverkehr ohne eigene Infrastruktur in Berlin

Copyright: ADFC / Krone

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Ann-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC

Ann-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC

Copyright: ADFC / Deckbar

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https://bremen.adfc.de/pressemitteilung/neue-studie-42-bemaengeln-sicherheit-fuer-radfahrende-3

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Gibt der ADFC Bremen einen Newsletter heraus?

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  • Wie erreiche ich den ADFC Bremen?

    Geschäftsstelle des ADFC Landesverband Bremen e.V.
    Bahnhofsplatz 14 a (über der Radstation, Zugang von Gleis 1)
    28195 Bremen

    Telefon: +49 421 51 77 88 20
    Fax:
    E-Mail: info@adfc-bremen.de

     

    Erreichbarkeit
    Während der Corona-Aktivitäten ist die Geschäftsstelle nur eingeschränkt erreichbar. Anrufe können deswegen nicht immer persönlich entgegen genommen werden. Nachrichten auf dem Anrufbeantworter sind sehr willkommen und werden (werk)täglich abgehört und beantwortet.
    Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Adresse.

    Persönliche Termine sind nach Absprache möglich.

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  • Gibt der ADFC mir Tipps für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir dir die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennst du auf einen Blick mit welcher Güte du bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen kannst.

    Für (Tages-)Touren im Land Bremen und Umgebung hat der ADFC Bremen gemeinsam mit dem Weser-Kurier das Heft "Rad+Tour" herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

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  • Codiert der ADFC mein Fahrrad?

    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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