
Mobilitätswende wegen Schnee und Eis geschlossen
Der Winter hat Bremen seit Wochen im Griff. Schnee und Eis überziehen Rad- und Gehwege, während die Straßen freigeräumt sind. Dass sich in den ersten Tagen der Wintersdienst erst sortieren musste, geschenkt.
Nach über drei Wochen sollten jedoch mindestens die Hauptrouten für den Radverkehr befahrbar sein.
„Doch seitens der Stadt scheint es kein Bewusstsein zu geben, dass Radfahrende andere Wegeverbindungen nutzen als Autofahrende. Eine gute Orientierung bietet das mit Wegweisern ausgewiesene Radroutennetz.“, erklärt Stefan Matthaeus, Sprecher der Stadtteilgruppe Ost des ADFC Bremen, die Situation.
Eine extrem wichtige Verbindung zwischen Vahr und Sebaldsbrück nach Hastedt ist der Weg mit dem sogenannten Mäusetunnel von der Beneckendorffallee zur Föhrenstraße. Dieser Tunnel ist auf mehreren Kilometern die einzige Möglichkeit die Bahnstrecke zu queren. Doch seit Wochen ist die Nutzung zu Fuß und mit dem Rad durch zentimeterdickes blankes Eis extrem gefährlich. Ein unhaltbarer Zustand finden die ADFC-Aktiven und haben am Sonntag zu Spaten und Schaufel gegriffen, um wenigstens eine etwa ein Meter breite Schneise vom Eis zu befreien. Zahlreiche Passanten haben sich ausdrücklich dafür bedankt.
Doch diese ADFC-Schnee- und Eisräumung kann nicht die Lösung sein. Auch viel genutzte Schulwege wie die Uelzener Straße zu den Schulen an der Parsevalstraße sind unter Schnee und Eis begraben. „Rad- und Fußverkehr muss auch im Winter sicher möglich sein, denn auch wenn die Fuß- und Radwege entlang der Hauptverkehrsstraßen einigermaßen geräumt sind, müssen die Menschen mit ihren Rädern, Rollatoren und Rollstühlen erst einmal unfallfrei bis dahin kommen.“, sagt Matthaeus, „sonst bleibt die Mobilitätswende im Schnee stecken.“
Bild: Eisräumung von Stefan Matthaeus, Stadtteilgruppe Bremen Ost (Eisräumung©ADFC-Bremen.jpg)
Bild: Radweg erst geräumt, doch dann wie weiter (Radweg-ungeräumt©ADFC-Bremen.jpg)
Kontakt: Stefan Matthaeus, Sprecher ADFC-Stadtteilgruppe Ost

