Der ADFC beendet den Betrieb der Radstation

 

Der ADFC Bremen stellt den Betrieb der Fahrradparkhäuser am Bahnhof ein und schließt zu Ende Juni die Radstation am Bahnhof. Neue Betreiberin des Fahrradparkhauses ist die bisherige Vermieterin BREPARK GmbH.

 

Zum 30.06.2021 beendet der ADFC Bremen e.V. den Betrieb der ADFC-Radstation am Bremer Hauptbahnhof. Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau will das Thema Fahrradparken stärken und konzeptionell Bremen weit in eine Hand geben.

Für den Radverkehr sind gute Fahrradparkplätze wichtig. Wo Fahrräder leicht erreichbar, komfortabel und sicher geparkt werden können, fahren mehr Menschen mit dem Rad. Daher begrüßt der ADFC Bremen das Bestreben des Mobilitätsressorts, das Fahrradparken in Bremen neu zu ordnen und den Betrieb aller bestehenden und künftigen Fahrradparkhäuser in Bremen bei der BREPARK GmbH zu zentralisieren.

Dies hat aber zur Folge, dass der ADFC alle Betriebszweige der Radstation GmbH – Parken, Verleih und Reparatur – aufgeben wird. Ohne die Einnahmen aus den Fahrradparkhäusern ist es dem ADFC nicht mehr möglich, das Serviceangebot mit Reparaturen und Fahrradverleih aufrecht zu erhalten. ADFC Landesgeschäftsführer Sven Eckert dazu: „Der langjährige Service der ADFC Radstation GmbH kann so nicht fortgeführt werden. Wir hoffen, dass dies nur eine kurzfristige Einschränkung des Serviceangebots für die Radfahrenden in Bremen bedeutet.“

Verwahrlosung des Fahrradparkhauses

Dem ADFC ist viel daran gelegen, dass Bremen ein gutes und gut benutzbares Fahrradparkhaus am Bahnhof behält. Leider war dies in den vergangenen Jahren zunehmend weniger der Fall. Der Grad der Verwahrlosung im Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof hat ein Ausmaß erreicht, das für den ADFC als Betreiber nicht mehr zu verantworten ist. „Wir sind sehr unglücklich über die Zustände im Parkhaus“ sagt Bonnie Fenton, Landesvorsitzende des ADFC in Bremen, „aber der ADFC kann die Kosten der notwendigen Schließanlage leider nicht leisten, die die Nutzung als Drogenumschlagplatz, Toilette und Schlafraum, verhindern würde.“

ADFC-Fahrradparkhaus deutschlandweites Vorzeigeprojekt

Die Entscheidung ist keine leichtfertige: Seit 2003 hat der ADFC Bremen das Fahrradparkhaus betrieben, davon acht Jahre lang über seine eigens gegründete Tochtergesellschaft, die ADFC Radstation GmbH. Nach Kenntnisstand des ADFC Bremen ist die Bremer Radstation die einzige in Deutschland, die ohne öffentliche Zuschüsse ausgekommen ist und damit ein Leuchtturmprojekt der damaligen Zeit vorangebracht. Denn für den Fahrradclub, der in Bremen gegründet wurde, war früh klar: In einer guten Fahrradinfrastruktur muss es auch gute, komfortable und sichere Abstellanlagen geben.

Neues Kassensystem erfordert Umstellung der Kundenkonten

Für die Bremer Fahrradparkenden verheißt der Betreiberwechsel zunächst gute Nachrichten: Es ist der BREPARK GmbH, als Besitzerin und Betreiberin, möglich ein neues Schließsystem zu installieren, durch das der Zugang zum Parkhaus nur noch befugten Personen möglich ist. Der Wechsel der Schließanlage bedeutet jedoch, dass sämtliche Dauerkarten-Chips ausgetauscht werden müssen. Bis zum 30. Juni haben Nutzer*innen nun Zeit, ihren Chip bei der Radstation abzugeben und sich das Pfand, sowie vorhandene Restlaufzeiten erstatten zu lassen.

Ab 1.7.2021 übernimmt die BREPARK den Betrieb der Parkhäuser. Informationen über den weiteren Betrieb, Laufzeiten und Preise sind im Kundencenter der BREPARK telefonisch unter 0421/174 71-0 und per E-Mail unter info [at] brepark.de zu erfragen.

 


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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Gibt der ADFC Bremen einen Newsletter heraus?

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  • Wie erreiche ich den ADFC Bremen?

    Geschäftsstelle des ADFC Landesverband Bremen e.V.
    Bahnhofsplatz 14 a (über der Radstation, Zugang von Gleis 1)
    28195 Bremen

    Telefon: +49 421 51 77 88 20
    Fax:
    E-Mail: info@adfc-bremen.de

     

    Erreichbarkeit
    Während der Corona-Aktivitäten ist die Geschäftsstelle nur eingeschränkt erreichbar. Anrufe können deswegen nicht immer persönlich entgegen genommen werden. Nachrichten auf dem Anrufbeantworter sind sehr willkommen und werden (werk)täglich abgehört und beantwortet.
    Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Adresse.

    Persönliche Termine sind nach Absprache möglich.

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  • Gibt der ADFC mir Tipps für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir dir die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennst du auf einen Blick mit welcher Güte du bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen kannst.

    Für (Tages-)Touren im Land Bremen und Umgebung hat der ADFC Bremen gemeinsam mit dem Weser-Kurier das Heft "Rad+Tour" herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

    Unser ADFC Info-Team berät dich bei Veranstaltungen persönlich zu Radrouten und Reisetipps.

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  • Codiert der ADFC mein Fahrrad?

    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- und AOK-Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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