Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Bremen e. V.

Fahrradmitnahme in der Bahn

Fahrradmitnahme in der Bahn © ADFC/Christoph Eckelt

ADFC kritisiert dreitägiges Mitnahmeverbot von Rädern in den Zügen im VBN-Gebiet

"Es ist eine erhebliche Einschränkung für Reisefreiheit und Lebensqualität, wenn die Fahrrad-Mitnahme in den Zügen immer wieder verboten wird.

Zum Tag der Deutschen Einheit feiert sich Bürgermeister Bovenschulte für den kostenlosen ÖPNV. Aber nur durch Zufall wurden Freunde, die eine Wochenend-Radtour machen wollen, darauf aufmerksam, dass die Fahrradmitnahme an den drei Tagen im gesamten VBN-Gebiet verboten ist.", übt Jürgen Möller, Vorstand des ADFC Bremen schärfste Kritik.

Hintergrund:

  • Im Fahrplan-Portal der Nordwestbahn heißt es:

"Bürgerfest zum Tag der deutschen Einheit in Bremen - Aufgrund des Bürgerfestes in Bremen von Fr., 2.10. (ab 14 Uhr), bis So., 4.10. (bis 3 Uhr des Folgetages), ist die Fahrt mit Zug, Bus und Straßenbahn im VBN-Land kostenlos. Es wird kein Ticket benötigt. Dadurch wird eine hohe Auslastung der Züge erwartet und eine Fahrradmitnahme ist nicht möglich. Weitere Infos unter: www.nordwestbahn.de/tag-der-deutschen-einheit"

  • Und bei der Deutschen Bahn gilt für die Züge u.a. in Richtung Hannover:

"Aufgrund des erhöhten Fahrgastaufkommens rund um den Tag der Deutschen Einheit und dem Bürgerfest in Bremen ist eine Fahrradmitnahme vom 2. Oktober 2026 ab 14:00 Uhr bis zum 05. Oktober 2026 bis 3 Uhr in den Zügen ausgeschlossen."

Das hält der ADFC für eine massive Einschränkung für Bremer:innen und auswärtige Radreisende, die hier im Norden Fahrradurlaub machen. Die niedersächsische Nordseeküste und der Weserradweg gehören laut der aktuellen ADFC-Radreiseanalyse zu den beliebtesten Radreisegebieten in Deutschland. Die Tourist:innen kommen am Wochenende nach ihrem Kurzurlaub auf dem Weserradweg in Bremerhaven an und können dann mit ihren Rädern nicht mit der Bahn nach Hause fahren. 

"Das generelle Mitnahmeverbot von Freitag, 2. Oktober, 14 Uhr bis zum Montag, 5. Oktober, 3 Uhr ist nicht akzeptabel. In den Nahverkehrs- und Regionalzügen gibt es ausgewiesene Abstellplätze für Fahrräder und die müssen auch zur Verfügung stehen. Dafür zahlen Radfahrende schließlich.“ , so Möller und weiter: „Natürlich halten wir es für gerechtfertigt, dass auf ein erhöhtes Fahrgastaufkommen hingewiesen wird. Aber statt einem absoluten Verbot erwarten wir "wohlwollendes Fingerspitzengefühl" des Zugpersonals. Denn bereits beim Radmitnahmeverbot im Sommer gab es Züge, die nicht überfüllt und teilweise sogar leer waren. Da macht ein absolutes Verbot überhaupt keinen Sinn.“

Es wird Zeit, dass die Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und bei den Bahngesellschaften die Radmitnahme in Zügen endlich wertschätzen und weiter ausbauen.


https://bremen.adfc.de/pressemitteilung/adfc-kritisiert-dreitaegiges-mitnahmeverbot-von-raedern-in-den-zuegen-im-vbn-gebiet

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