ADFC | Bundeshauptversammlung am 13. - 14. November 2021

Der Bundesvorstand des ADFC. Von links nacht rechts: Christian Tänzler, Dr. Joachim Lohse, Amelie Döres, Christoph Schmidt, Rebecca Peters, Reinhard Buschmann, Hanna Grau. © ADFC/Deckbar

ADFC-Bundeshauptversammlung sendet starkes politisches Signal

 

Dem neu zusammengestellten ADFC-Bundesvorstand steht die 25-jährige Rebecca Peters vor. Weiterhin begrüßen wir als neues Bundesvorstandsmitglied den ehemaligen Bremer Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse.

 

Mit Rebecca Peters wählten die knapp 150 Delegierten der ADFC-Bundeshauptversammlung einen Generationswechsel an der Vorstandsspitze sowie ein komplett neues Vorstandsteam. Der ADFC Bremen beglückwünscht insbesondere Dr. Joachim Lohse zur Wahl und freut sich, dass mit dem ehemaligen Bremer Verkehrssenator auch wieder eine Stimme mit starkem Bremen-Bezug im Bundesvorstand vertreten ist.

Die 41. ADFC-Bundeshauptversammlung tagte pandemiebedingt erstmals hybrid, also digital und – unter strengen Hygienevorschriften – in Präsenz in Berlin.

Egal ob vor Ort oder vor dem heimischen PC, gemeinsam wollten die knapp 150 Delegierten die Weichen für die zukünftige Arbeit des Vereins stellen. „Wir wollen diesen tollen Verband noch besser machen“, so formulierte es Hermino Katzenstein, Vorsitzender der Bundeshauptversammlung, zu Beginn.

Politischer Leitantrag: Fahrradland bis 2030

Zum Auftakt der Bundeshauptversammlung sendeten die Delegierten ein starkes politisches Signal an die Koalitionsparteien. Ohne Gegenstimme stimmte die Versammlung dem politischen Leitantrag des Bundesvorstands zu. Darin fordert der ADFC von der neuen Bundesregierung den Nationalen Radverkehrsplan 3.0 und das ausgerufene Fahrradland Deutschland bis 2030 konsequent umzusetzen.

„Das Fahrradland, dass sich die Regierung auf die Fahnen geschrieben hat, ist längst überfällig. Um es zu realisieren, brauchen wir eine nationale Kraftanstrengung. Alle müssen mitziehen, sonst ist es unmöglich. Bund, Länder und Kommunen müssen diesen Prozess gemeinsam tragen und gestalten“, sagte Rebecca Peters, zu diesem Zeitpunkt noch stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende. „Wir fordern, dass die Verkehrswende mit dem Fahrrad im Mittelpunkt in der nächsten Legislaturperiode beschleunigt und intensiviert wird – für das Klima, für die Verkehrssicherheit, für lebenswerte Städte und Dörfer und vor allem für uns Menschen.“

Um zu zeigen, wie es gehen kann, hatte der ADFC im Vorfeld der Bundestagswahl den Aktionsplan „So geht #Fahrradland“ entwickelt. Darin ist beschrieben, wie die Bereiche Recht, Finanzierung und Personal reformiert werden müssen, damit das Fahrradland 2030 Wirklichkeit werden kann.

Zum Aktionsplan „So geht #Fahrradland“

Generationswechsel an der Vorstandspitze

Einen großen Umbruch gab es im Bundesvorstand. Unter großem Applaus dankte die Versammlung Gereon Broil, Frank Hofmann, Birgit Kloppenburg, Ludger Koopmann, Ralf Puslat und Ulrich Syberg für die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre, das enorme Engagement und die vielen Stunden, die der Vorstand dem ADFC ehrenamtlich gewidmet hat.

„Ihr habt das Fundament geschaffen, für alles, was der ADFC noch sein kann. Dieses Fundament ist verdammt stabil und wir können darauf sehr hoch bauen,“ sagte ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider bei der Verabschiedung.

Die Nachfolge von Ulrich Syberg tritt die Verkehrsgeographin Rebecca Peters an. Die Delegierten wählten die 25-Jährige aus Niederkassel mit überwältigender Mehrheit zur neuen ADFC-Bundesvorsitzenden.

Starker Vorstand gewählt

An ihrer Seite steht ein komplett neues Vorstandsteam mit Kompetenzen aus Wirtschaft, Politik, Stadt und Land. Neu im Vorstand sind Kommunikationsexperte Reinhard Buschmann (42) aus Berlin, Diplom-Kauffrau Amelie Döres (59) aus Mainz, Ärztin und Fahrrad-Unternehmerin Hanna Grau (31) aus Weilerswist, der ehemalige Verkehrssenator der Hansestadt Bremen Dr. Joachim Lohse (63) aus Hamburg, IT-Unternehmer Christoph Schmidt (45) aus Köln sowie Tourismusexperte Christian Tänzler (59) aus Berlin. 

 


https://bremen.adfc.de/pressemitteilung/adfc-bundeshauptversammlung-sendet-starkes-politisches-signal-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Gibt der ADFC mir Tipps für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir dir die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennst du auf einen Blick mit welcher Güte du bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen kannst.

    Für (Tages-)Touren im Land Bremen und Umgebung hat der ADFC Bremen gemeinsam mit dem Weser-Kurier das Heft "Rad+Tour" herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

    Unser ADFC Info-Team berät dich bei Veranstaltungen persönlich zu Radrouten und Reisetipps.

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  • Codiert der ADFC mein Fahrrad?

    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- und AOK-Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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