Über 2.500 Radfahrende demonstrieren unter dem Motto SoGeht#Fahrradland

 

Mehr Radverkehr – für Klimaschutz und lebenswerte Städte. Hinter dieser Forderung des ADFC Bremen versammelten sich am Sonntag, den 12. September 2.500 Bremer*innen und demonstrierten für eine gerechtere Aufteilung des Straßenraums.

 

Als Auftaktveranstaltung der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) fuhren wir eine Strecke von 18 Kilometern rund um die Stadt auf Straßen, die sonst dem motorisierten Verkehr vorbehalten sind, wie der B6 oder der A281. So wollen wir zeigen, wie Mobilität klimafreundlicher und menschengerechter aussehen kann.

Nachdem wir den alljährlichen Termin im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen lassen haben, war es allen Beteiligten ein großes Anliegen, die Hochstraßentour 2021 wieder stattfinden zu lassen. Aufgrund der Umstände war unklar, wie viele Radfahrende erwartet werden - dass dann doch über 2.500 Teilnehmende ihren Weg auf die Bürgerweise gefunden haben, ist ein grandioser Erfolg und setzt ein starkes Zeichen für den Radverkehr in Bremen.

 

 

Bonnie Fenton und Dr. Maike Schaefer eröffneten die Tour

ADFC-Landesvorsitzende Bonnie Fenton sagte zum Auftakt: "Es ist in diesem Jahr ein ganz besonderes Gefühl, so viele Bremerinnen und Bremer zu sehen, die sich für eine gerechtere Aufteilung des Straßenraums einsetzen. Heute sind die Straßen für uns Radfahrende frei – im Alltag müssen wir uns aber immer wieder durch ein Umfeld bewegen, das nicht für uns gemacht ist. Gerade für Familien und Kinder, die mit dem Fahrrad mobil sein wollen, ist das ein Riesenproblem. Man sieht hier und heute, dass genau dieser Teil der Bevölkerung ein großes Interesse daran hat, die Verkehrswende zu unterstützen – daran, dass bei der Demo heute sehr viele junge Leute dabei sind, ebenso wie nächstes Wochenende bei der Kidical Mass.“

Mobilitätssenatorin Dr. Maike Schaefer betonte als Schirmherrin der Europäischen Mobilitätswoche die Wichtigkeit der Verkehrswende für den Klimaschutz und versprach weitere Verbesserungen für den Radverkehr auf den Bremer Straßen: „Mit dem Wallring, den Premiumrouten und den drei Fahrradbrücken haben wir wichtige Projekte auf den Weg gebracht, um ein fahrradfreundliches Bremen zu erreichen. Fahrradfahren ist aktiver Klimaschutz; daher freut es mich sehr zu sehen, dass sich so viele Menschen auf der ADFC-Hochstraßentour für die Verkehrswende einsetzen und darum fahre ich immer wieder gerne mit.“

Mit einer lauten Sirene starteten Senatorin Maike Schaefer und Bonnie Fenton die ADFC-Hochstraßentour und schickten den Fahrradtross auf die etwa 18 km lange Demonstration. Die Route führte über die Hollerallee und den Stern in die östliche Vorstadt bis zur Lüneburger Straße, dann hoch zum Osterdeich und weiter über die Erdbeerbrücke auf die linke Weserseite. Über die Korn- und Neuenlander Straße ging es durch die Bremer Neustadt bis zur BAB 281 - und dann rauf auf die Hochstraße(n) B6 und B75 über die Stephanibrücke, wo die Weser erneut überquert wurde. Über Am Wall, Altenwall und Martinistraße führten wir die Tour zu unserem Zielpunkt dem Domshof in der Innenstadt.

Highlight am Ziel: Das neue Rap-Musikvideo des ADFC Bremen
Die Demonstration endete mit einem Fahrradfest des Vereins "Autofreier StadTraum" auf dem Domshof. Vor Ort angekommen, konnten sich die Tourenteilnehmer*innen bei vielfältigen kulinarischen Leckerbissen vor der Markthalle Acht stärken und beim Infostand des ADFC mehr über nachhaltige Mobilität und Verkehrssicherheit erfahren.

Ein absolutes Highlight auf dem kleinen Fahrradfest am Ende der Demonstration war die Aufführung des Musikvideos zur „Radlerhymne“, an dem der ADFC mit befreundeten Musikern gearbeitet hat. Das Video wurde noch kurz vor der Veranstaltung fertiggestellt und konnte somit hier der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wer nicht dabei sein konnte und jetzt neugierig geworden ist, kann sich das Video online ansehen. 

Hier gehts zum Musikvideo "Radlerhymne" 

Der ADFC dankt allen Mitfahrenden, allen Mitgliedern und Unterstützer*innen für den tollen Tag; besonders aber den vielen engagierten Menschen bei der Planung, der Organisation und Durchführung der Demonstration und des anschliessenden Fahrradfests auf dem Domshof. Das war ein toller Auftakt in die Europäische Mobilitätswoche!

Alle weiteren Veranstaltungen zur Europäischen Mobilitätswoche 2021 
Wer sich für die weiteren Veranstaltungen interessiert: ihr findet alle Veranstaltungen mit ADFC-Beteiligung im Touren- und Veranstaltungsportal oder den Gesamtüberblick

Wir freuen uns auf viele tolle Erlebnisse mit Euch und natürlich auf und die nächste Hochstraßentour 2022!


https://bremen.adfc.de/neuigkeit/ueber-2500-radfahrende-demonstrieren-unter-dem-motto-sogehtfahrradland

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Gibt der ADFC Bremen einen Newsletter heraus?

    Circa alle zwei Monate informiert der ADFC Bremen mit seinem Newsletter über vergangene Events, aktuelle Projekte und anstehende Termine. Hier erfährst du alles über unsere Aktivitäten und bist frühzeitig informiert!

    Unter folgendem Link kannst du dich für den ADFC Newsletter anmelden. Mit der Anmeldung stimmst du der Datenschutzerklärung zu.

     

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  • Wie erreiche ich den ADFC Bremen?

    Geschäftsstelle des ADFC Landesverband Bremen e.V.
    Bahnhofsplatz 14 a (über der Radstation, Zugang von Gleis 1)
    28195 Bremen

    Telefon: +49 421 51 77 88 20
    Fax:
    E-Mail: info@adfc-bremen.de

     

    Erreichbarkeit
    Während der Corona-Aktivitäten ist die Geschäftsstelle nur eingeschränkt erreichbar. Anrufe können deswegen nicht immer persönlich entgegen genommen werden. Nachrichten auf dem Anrufbeantworter sind sehr willkommen und werden (werk)täglich abgehört und beantwortet.
    Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Adresse.

    Persönliche Termine sind nach Absprache möglich.

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  • Gibt der ADFC mir Tipps für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir dir die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennst du auf einen Blick mit welcher Güte du bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen kannst.

    Für (Tages-)Touren im Land Bremen und Umgebung hat der ADFC Bremen gemeinsam mit dem Weser-Kurier das Heft "Rad+Tour" herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

    In der Radstation am Bremer Hauptbahnhof berät dich unser ADFC Info-Team persönlich zu Radrouten und Reisetipps. Der Infotresen wird ehrenamtlich betreut und ist normalerweise an 2-3 Nachmittagen in der Woche besetzt. Während der Corona-Pandemie kann leider keine persönliche Beratung stattfinden.

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  • Codiert der ADFC mein Fahrrad?

    Der ADFC Bremen codiert zu bestimmten Veranstaltungen Fahrräder. Diese Events werden rechtzeitig auf unserer Website oder im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC bekanntgegeben. Mit einem neuen Verfahren, der Nadelmarkierung werden verschlüsselte personenbezogene Daten in den Rahmen der Fahrräder geprägt und sind dann so eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen. Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrads.

    Mitzubringen sind neben dem eigenen Fahrrad ein Eigentumsnachweis oder Kaufbeleg und der Personalausweis.

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Durch das geringere Diebstahlrisiko vermindern sich bei vielen Fahrradversicherungen die Beiträge.
    • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund der personenbezogenen Daten und schnelle Zuführung aufgefundener Fahrräder.
    • Die Registrierung in großen Datenbanken ist überflüssig, da die Codiernummer einheitlich zugeordnet werden kann.

    Die Codiergebühr beträgt 15 €, Familientarif 25 €, ADFC- und AOK-Mitglieder zahlen nur 6 €, Familientarif 11 €

    Bestimmte Fahrräder werden von uns aus technischen Gründen nicht mit einer Codierung versehen. Dazu gehören Fahrradrahmen aus Carbon, Titanal, sehr leichte Alu-Sportrahmen oder auch spezielle Rahmenformen sowie die meisten Kinderräder.

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